Juli 16

Durch PokemonGo können Autisten leichter mit Mitmenschen in Kontakt treten

So sieht der Spielbildschirm aus, wenn man nicht gerade ein Monster fangen will.

Bei PokemonGo handelt es sich um ein Spiel, welches man mit einem Smartphone spielt. Im Gegensatz zu vielen anderen Handyspielen verbindet es die echte mit der virtuellen Umgebung, es wird also eine erweiterte Realität (Augmented Reality) genutzt, um das Spielerlebnis zu verbessern.

So sieht der Spielbildschirm aus, wenn man nicht gerade ein Monster fangen will.
So sieht der Spielbildschirm aus, wenn man nicht gerade ein Monster fangen will.

Das Ziel des Handyspiels ist leicht erklärt: Man schlüpft in die Rolle eines „Pokemon-Trainers“ und soll so viele Pokemon wie möglich einsammeln und diese stetig verbessern.
Ersteres  tut man, in dem man einen virtuellen Ball in die Richtung des wilden Pokemon wirft.
Dieser wandelt dann das Wesen in Energie um, wodurch es in den Ball passt. Gleichzeitig gewöhnt sich das Wesen an den Spieler, während es im Ball ist. Wenn man später gegen andere Spieler einen Wettkampf ausführt, wird das Pokemon aus dem Ball freigelassen (um danach wieder in den Ball zu „wandern“).

Der Erfinder der Pokemon hat das Asperger Syndrom

Satoshi Tajiri ist der Erfinder der Pokemon, verschiedene Quellen besagen, dass er das Asperger Syndrom hat. Hierbei handelt es sich um eine Autismus-Variante, welche es den Betroffenen dennoch oft ermöglicht, ein gesellschaftlich normales Leben zu führen.
In seiner Kindheit und Jugend war er fasziniert von Insekten, so wurde er aufgrund seiner Leidenschaft von seinen Freunden als Dr. Insekt bezeichnet. Er selbst sagte 1999 in einem Interview mit dem Time-Magazin, dass er 12 Stunden schlafen und 12 Stunden arbeiten würde.
Nach den Insekten galt seine „Besessenheit“ den Videospielen, 1982 hat er zusammen mit einem Freund das Magazin Game Freak gegründet. Später fing er bei Nintendo an und erfand die Pokemon, im Jahr 1996 erschien das erste Pokemon-Videospiel.

Die Geschichte zur „Erfindung“ der Pokemon wird sich so erzählt:

Im Jahr 1990 sah Tajiri zwei Jungs, welche Gameboy spielten. Um zusammen oder gegeneinander zu spielen musste man diese Spielgeräte mit Kabeln verbinden. Bei dem Anblick der Kabel kam ihm die Idee, dass er auch anderen Stadtmenschen die Möglichkeit geben wollte, kleine Monster zu sammeln, so wie er Insekten sammelte.
(Via: Business-Insider)

Die Mitarbeiter von Nintendo haben Satoshi Tajiri als zurückgezogen und exzentrisch bezeichnet.

PokemonGo und Autisten

Im Internet hatte eine Mutter geschrieben, dass ihr Sohn durch das Spiel PokemonGo seine täglichen Routinen unterbrechen würde und auch mit anderen Menschen agieren würde.
Denn auf der Jagt nach den besten Pokemon muss man seine Wohnung verlassen und zu bestimmten Orten gehen, dort kann man dann die verschiedenen Wesen einfangen.

Gleichzeitig kann man in dem Spiel in Form von Wettkämpfen gegeneinander spielen, oder in Gruppen zusammen spielen. Zusätzlich bietet das Spiel den Menschen die Möglichkeit eines gemeinsamen Gesprächsthemas, wie zum Beispiel die Frage in welchem Team man spielt, wie viele Pokemon man schon gefangen hat, wo man welches Wesen findet, usw.

Auf der Onlinepattform Reddit wurde nun der folgende Screenshot veröffentlicht, welcher die positiven Auswirkungen auf den autistischen Jungen beschreibt:

Diese Nachricht wurde auf Reddit veröffentlicht. Bildquelle: Reddit.com
Diese Nachricht wurde auf Reddit veröffentlicht. Bildquelle: Reddit.com

 

September 25

Sollten Kinder und Jugendliche mit Downsyndrom ein eigenes Facebookprofil haben?

© Trueffelpix - Fotolia.com

Für die meisten Jugendlichen ist es normal geworden, sich in den sozialen Medien, wie zum Beispiel Facebook, Instagram, Twitter, etc. zu bewegen und dort mit anderen Menschen zu kommunizieren.

© Trueffelpix - Fotolia.com
© Trueffelpix – Fotolia.com

Aber viele Eltern von Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen Beeinträchtigung werden sich fragen, ob sie ihre Kinder wirklich auf Facebook und Co surfen lassen wollen bzw. sollten.

Denn leider gibt es auch Menschen, welche andere mobben und sogar bis in den Selbstmord getrieben haben.

Mit dieser Thematik befasst sich auch Ingrid Eva Liedtke, welche ihre Gedanken dazu auf dem Mama Blog veröffentlicht hat.

Das Fazit von Frau Liedtke lautet übrigens wie folgt:

Wenn ich das Vertrauen aufbringe, meine Tochter loszulassen, damit sie ein eigenständiges Leben führen kann, dann kann ich sie nicht vor allem beschützen. Das Risiko bleibt.

September 13

Die SAP Inklusions-Chefin berichtet über die Arbeit mit Autisten

Das Softwareunternehmen SAP hat es sich zum Ziel gesetzt, 1 Prozent seiner Stellen mit Autisten zu besetzen. Dabei gibt es für beide Seiten ein paar Sachen zu beachten.

Bildquelle: stockWERK. Fotolia.com
Bildquelle: stockWERK. Fotolia.com

Spiegel.de hat Anka Wittenberg (Senior Vice President und Chief Diversity & Inclusion Officer beim Walldorfer IT-Unternehmen SAP) interviewt, in dem Interview erfährt man ein paar interessante Details, so zum Beispiel, wie das Assessment-Center abläuft.

Oder auch, dass die „normalen“ Kollegen (welche von manchen Autisten auch als neuronal typische Menschen bezeichnet werden) bei SAP eine Schulung erhalten, damit sie verstehen, was Autismus ist.
Bei SAP erhalten die neuen Kollegen dann einen festen Ansprechpartner, welcher ihr Mentor ist.

Hier geht es zu dem Interview: Autisten bei SAP „Kennt man einen, kennt man… einen“

Juni 19

Begleithund schützt seine Asperger Patientin

Screenshots aus dem Video von Danielle Jacobs

Hunde werden in vielen Bereichen als Helfer eingesetzt, so hat die Asperger-Patientin Danielle Jacobs den Begleithund »Samson«, welcher ihr bei Anfällen helfen soll

Screenshots aus dem Video von Danielle Jacobs

Screenshots aus dem Video von Danielle Jacobs

Bei Menschen, die unter dem Asperger-Syndrom leiden, haben häufig eine tiefgreifende Entwicklungsstörung innerhalb des Autismusspektrums. So haben sie häufig Schwächen in den Bereichen der sozialen Interaktion und Kommunikation, gleichzeitig geht dies mit eingeschränkten und stereotypischen Aktivitäten und Interessen ein.

Jacobs lebt im US-Bundestaat Arizona und bei ihr wurde das Asperger-Syndrom diagnostiziert, sie leidet unter anderem an Anfällen, bei denen sie von Gefühlsausbrüchen übermannt wird und welche in ein selbstverletzendes Verhalten übergehen.

Hier sieht man Danielle Jacobs mit ihrem Rottweiler Samson, er hat bereits ein paar Lehrgänge bestanden. Bildquelle: Danielle Jacobs
Hier sieht man Danielle Jacobs mit ihrem Rottweiler Samson, er hat bereits ein paar Lehrgänge bestanden. Bildquelle: Danielle Jacobs

Einen ihrer Anfälle hat sie selbst mit einer Kamera aufgenommen, man sieht, wie sie zuerst anfängt zu schluchzen und sich dann selbst schlägt.
Ihr Begleithund ist schon zur Stelle und versucht sie abzulenken, dabei wirkt er wie Ruhepol.

Jacobs hat das Video veröffentlicht, weil sie damit mehr Verständnis für das Asperger Syndrom schaffen möchte.

Hier ist das Originalvideo:

Juni 19

Was fehlt euch auf der Seite?

Nach fast zwei Jahren interessiert mich, was euch auf der Seite noch fehlt an Themen.

Daher schreibt mir doch bitte eure Wünsche für Themen an folgende Email-Adresse: sozialarbeiternews@kai-domroese.de.

Als Belohnung verlose ich unter allen Emails eine Ausgabe von „Elf ist freundlich und Fünf ist laut – Ein genialer Autist erklärt seine Welt“ von Daniel Tammet.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich freue mich auf die Emails (Frist 30.06.2015; 24:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit).

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Juni 19

2. Anlauf

Diesen Herbst nehme ich den zweiten Anlauf für mein Master-Studium.

Straße mit Zeit für Neues

Ich habe mich an folgenden Hochschulen beworben:

  • Ostfalia –> präventive Soziale Arbeit
  • HAWK –> Soziale Arbeit im sozialräumlichen Kontext
  • TU Braunschweig –> Organisation, Governance und Bildung

An der Uni Hildesheim werde ich mich noch für Sozial-und Organisationspädagogik bewerben.

Im Nachhinein wäre es unkomplizierter gewesen gleich weiter zu studieren, aber vor 2 Jahren war ich mir einfach noch nicht sicher genug was ich mit meinem Master erreichen möchte.

Jetzt weiß ich, dass ich mehr möchte als die reine pädagogische Arbeit möchte sondern auch den administrativen Anteil möchte.

An dieser werde ich Mitte Juli weiterberichten, was aus meinen MasterPlänen wird.

April 6

Wie Autisten ihren Traumjob finden

Gerade für Menschen, welche anders als der Durchschnitt sind, kann es schwer sein, eine erfüllende Tätigkeit zu finden.

Bildquelle: Marem-Fotolia.com
Bildquelle: Marem-Fotolia.com

In einem Artikel in der Huffington Post geht es darum, wie ein Autist seinen Traumjob gefunden hat.

Mittlerweile ist es zum Glück nicht mehr so ungewöhnlich, wenn Menschen mit Autismus einer geregelten Arbeit nachgehen. So gibt es zum Beispiel bereits ein paar IT-Unternehmen, welche die besonderen Fähigkeiten von Autisten schätzen und sie gezielt einstellen (wie zum Beispiel SAP).

Für viele Außenstehende scheinen Computer und Autisten gut zusammen zu passen, denn die Software kennt keine Ironie und sie ist berechenbar. Daher ist es für manche sicherlich verwunderlich, dass Leif in einem Reformhaus arbeitet.

In dem Artikel erfahren wir, dass er die Stelle über ein langes Praktikum bekommen hat. Inzwischen absolviert er im Reformhaus in Hamburg eine Ausbildung als Verkäufer für Reform- und Diätwaren.
Als Verkäufer berät er Kunden, räumt die Waren ein oder liefert diese mit einem Auto an die Käufer aus. Seine Chefin und er wissen, dass er klare Anweisungen benötigt und das er auch damit Probleme hat, zwei Dinge gleichzeitig zu erledigen (als zum Beispiel Kunden beraten und gleichzeitig die Kasse zu bedienen).

Aber der Artikel zeigt, dass es für jeden Menschen Möglich sein kann, einen Traumjob zu finden.

Hier geht es zu dem Artikel in der Huffington Post: Leif ist Autist. So hat er seinen Traumjob gefunden

März 9

Machmal biegt man falsch ab

Ich habe schon langer nichts mehr in mein Studientagebuch geschrieben.

Der Versuch meinen Master an der Fernuni Hagen zu machen, hat leider nicht geklappt.

Ich hätte statt der zwei üblichen „Vorkurse“ nämlich einen ganzen Bachelor in Bildungswissenschaften machen müssen, obwohl ich bereits einen Bachelor in Sozialer Arbeit habe.

Da ich nicht bereit bin einen vollständigen zweiten Bachelor zu machen, werde ich hier weiter berichten über meine Schritte Richtung Master.